4,9 auf Google

Zahnimplantat mit Krone: alle Kosten im Überblick Drei Komponenten, ein klarer Preis

Drei Komponenten ergeben 1.500 bis 3.900 Euro: Mit Zahnzusatzversicherung sinkt der Eigenanteil auf unter 150 Euro

Das Wichtigste in Kürze

  • check Ein Zahnimplantat mit Krone besteht aus drei Komponenten: Implantat-OP (800 bis 1.500 Euro), Abutment (200 bis 600 Euro) und Krone (500 bis 1.800 Euro).
  • check Das Kronenmaterial bestimmt den Preis: Metallkeramik ab 500 Euro für Seitenzähne, Vollkeramik ab 700 Euro, Zirkonoxid ab 900 Euro für höchste Ästhetik.
  • check Die Krankenkasse zahlt einen Festzuschuss von 791 bis 989 Euro je nach Bonusheft. Der Eigenanteil liegt damit häufig über 1.000 Euro.
  • check Eine Zahnzusatzversicherung kann den Eigenanteil auf unter 150 Euro senken, wenn Leistungsstaffel und Behandlungszeitpunkt zusammenpassen.
Zahnimplantat mit Krone: alle Kosten im Überblick
Privadent Logo

Ihr unabhängiger Versicherungsvergleich

Über 150 Tarife im Vergleich

Logo Allianz
Logo Astra Versicherung
Logo Barmenia
Logo Bayerische
Logo Concordia
Logo Deutsche Familienversicherung
Logo DKV
Logo Gothaer
Logo HanseMerkur
Logo Janitos
Logo Landeskrankenhilfe
Logo Münchener Verein
Logo Nürnberger
Logo SDK
Logo Stuttgarter
Logo UKV Union Krankenversicherung
Logo vigo Krankenversicherung
Logo Versicherungskammer Bayern
Logo Württembergische

Inhaltsverzeichnis

1. Was kostet ein Zahnimplantat mit Krone?

Ein Zahnimplantat mit Krone kostet in der Regel zwischen 1.500 und 3.900 Euro. Diese Spanne wirkt auf den ersten Blick groß. Sie erklärt sich durch drei Komponenten, die zusammen den Gesamtpreis bilden: die Implantat-OP, das Abutment und die Krone selbst. Je nach Material, Zahnarztpraxis und Region kann der Preis innerhalb dieser Spanne deutlich variieren.

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die Kosten auf die einzelnen Bestandteile verteilen.

Komponente Kostenspanne
Implantat-OP (chirurgischer Teil) 800–1.500 Euro
Abutment (Verbindungsstück) 200–600 Euro
Krone (Suprakonstruktion) 500–1.800 Euro
Gesamtkosten (ohne Knochenaufbau) 1.500–3.900 Euro

Die Implantat-OP umfasst das Einsetzen der künstlichen Zahnwurzel in den Kieferknochen. Dieser chirurgische Eingriff wird nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ 9000 ff.) abgerechnet. Das Abutment ist das Verbindungsstück zwischen Implantat und Krone. Es kann als Standardteil gefertigt oder individuell angepasst sein, was den Preis beeinflusst.

Den größten Preisunterschied verursacht die Krone. Eine einfache Metallkeramik-Krone beginnt bei etwa 500 Euro, eine hochwertige Zirkonoxid-Krone kann bis zu 1.800 Euro kosten. Welches Material sinnvoll ist, hängt von der Position im Mund und den ästhetischen Anforderungen ab. Falls zusätzlich ein Knochenaufbau nötig ist, kommen weitere 300 bis 1.300 Euro hinzu. Lassen Sie sich vor der Behandlung einen detaillierten Heil- und Kostenplan erstellen, damit Sie die Kosten für Ihre persönliche Situation genau kennen.

Quellen: DGI | Verbraucherzentrale

Eine vollständige Übersicht aller Kostenbestandteile und Spartipps rund um Zahnimplantate bietet unser Ratgeber Zahnimplantat Kosten 2026: Was Sie wirklich bezahlen .

2. Kostenaufschlüsselung: Implantat, Abutment, Krone

Die Krone ist der sichtbare Teil des Zahnersatzes und gleichzeitig die Komponente mit der größten Preisspanne. Drei Materialien kommen bei Implantatkronen zum Einsatz, die sich in Ästhetik, Haltbarkeit und Kosten unterscheiden.

Kronentyp Kostenspanne Eignung
Metallkeramik (NEM) 500–900 Euro Seitenzähne, preisgünstig
Vollkeramik (z. B. E.max) 700–1.400 Euro Front- und Seitenzähne, natürliche Optik
Zirkonoxid 900–1.800 Euro Frontzähne, höchste Ästhetik

Metallkeramik-Kronen bestehen aus einem Metallgerüst mit keramischer Verblendung. Sie eignen sich gut für den Seitenzahnbereich, wo Stabilität wichtiger ist als Optik. Im Frontzahnbereich wählen viele Patienten Vollkeramik oder Zirkonoxid, weil diese Materialien dem natürlichen Zahn in Farbe und Lichtdurchlässigkeit ähneln.

Ein weiterer Faktor bei der Materialwahl ist die Haltbarkeit. Der Implantatkörper aus Titan hält bei guter Mundhygiene praktisch unbegrenzt. Die Krone selbst hat eine Lebensdauer von etwa 10 bis 15 Jahren und muss dann in der Regel erneuert werden. Bei einer Zirkonoxid-Krone zahlen Sie also mehr, erhalten aber ein Material, das sich auch langfristig kaum verfärbt. Besprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt, welches Material für die jeweilige Zahnposition die beste Kombination aus Funktion und Preis bietet.

Quellen: Stiftung Warentest

Wie die Kosten sich je nach Zahnposition unterscheiden - Frontzahn teurer als Backenzahn - zeigt unser Ratgeber Zahnimplantat Kosten nach Zahnposition .

3. Implantat mit vs. ohne Krone: der Unterschied

Wer nach Implantat-Kosten ohne Krone sucht, meint in der Regel die Kosten für den chirurgischen Eingriff allein. Dabei wird nur der Implantatkörper in den Kieferknochen eingesetzt. Die Krone folgt erst nach der Einheilphase, die zwischen 3 und 6 Monaten dauert.

In dieser Zwischenzeit tragen Patienten häufig eine provisorische Lösung, etwa eine herausnehmbare Prothese oder ein Provisorium. Die endgültige Krone wird erst angefertigt, wenn das Implantat fest mit dem Knochen verwachsen ist. Dieser Prozess nennt sich Osseointegration. Die gesamte Behandlung, von der Extraktion bis zur fertigen Krone, erstreckt sich über einen Zeitraum von 6 bis 18 Monaten. Deshalb erfolgt die Abrechnung häufig in zwei Schritten: zuerst die OP-Kosten, später die Kosten für Abutment und Krone.

Für die Kostenkalkulation bedeutet das: Angebote, die nur den Implantatpreis nennen, bilden nicht die tatsächlichen Gesamtkosten ab. Die Krone macht einen erheblichen Anteil aus, bei Zirkonoxid bis zu 1.800 Euro. Achten Sie bei jedem Kostenvoranschlag darauf, dass alle drei Komponenten (Implantat, Abutment, Krone) einzeln aufgelistet sind. So vermeiden Sie Überraschungen bei der Endabrechnung.

Quellen: KZBV

Alles über Gesamtkosten beim Einzelzahnimplantat - ohne Krone-Aufschlüsselung - erklärt unser Ratgeber Was kostet ein Einzelzahnimplantat? .

4. Was zahlt die Krankenkasse dazu?

Ein Implantat gilt bei der gesetzlichen Krankenversicherung als sogenannte andersartige Versorgung. Die Kasse zahlt deshalb den gleichen Festzuschuss, den sie auch für eine Brücke bewilligen würde. Die Mehrkosten für das Implantat trägt der Patient selbst.

Wie hoch der Festzuschuss ausfällt, hängt vom Bonusheft ab. Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Werte für eine Einzelzahnlücke.

Bonusheft-Status Festzuschuss
Kein Bonusheft (60 %) 791,34 Euro
5 Jahre lückenlos (70 %) 923,25 Euro
10 Jahre lückenlos (75 %) 989,19 Euro

Ein konkretes Beispiel verdeutlicht den Eigenanteil: Bei Gesamtkosten von 2.050 Euro für ein Implantat mit Metallkeramik-Krone und einem Festzuschuss von 791,34 Euro (ohne Bonusheft) verbleibt ein Eigenanteil von rund 1.259 Euro. Mit 10 Jahren Bonusheft sinkt dieser Betrag auf etwa 1.061 Euro.

Für GKV-Versicherte bedeutet das: Der Kassenzuschuss deckt bei einem Implantat mit Krone nur einen vergleichsweise kleinen Teil der Gesamtkosten. Ein gepflegtes Bonusheft bringt zwar knapp 200 Euro mehr Zuschuss, doch der Eigenanteil bleibt bei über 1.000 Euro. Wer diesen Betrag senken möchte, kann eine Zahnzusatzversicherung in Betracht ziehen.

Quellen: KZBV

5. Eigenanteil senken mit Zahnzusatzversicherung

Der Eigenanteil von über 1.000 Euro lässt sich mit einer Zahnzusatzversicherung deutlich reduzieren. Wie stark, hängt vom gewählten Tarif und dessen Leistungsgrenzen in den ersten Versicherungsjahren ab. Zwei Rechenbeispiele zeigen die Wirkung.

Beispiel 1: Metallkeramik-Krone mit Württembergische ZahnSchutz Komfort 90

Gesamtkosten: 2.050 Euro (Implantat-OP 1.100 Euro, Abutment 250 Euro, Metallkeramik-Krone 700 Euro). Nach Abzug des GKV-Festzuschusses von 791,34 Euro verbleibt ein Eigenanteil von 1.259 Euro. Die Württembergische erstattet 90 Prozent davon, also rund 1.133 Euro. Der verbleibende Eigenanteil liegt bei etwa 126 Euro. Die Summenbegrenzung im ersten Jahr (1.500 Euro) wird eingehalten. Der Monatsbeitrag für diesen Tarif liegt bei 21,45 Euro (Altersgruppe 31 bis 40 Jahre).

Beispiel 2: Zirkon-Krone mit Allianz Mein Zahnschutz 100

Gesamtkosten: 3.400 Euro (Implantat-OP 1.400 Euro, individuelles Abutment 500 Euro, Zirkon-Krone 1.500 Euro). Mit 10 Jahren Bonusheft beträgt der Festzuschuss 989,19 Euro. Der Eigenanteil liegt bei 2.411 Euro. Die Allianz erstattet im ersten Versicherungsjahr maximal 1.000 Euro. Die verbleibenden 1.411 Euro können ab dem zweiten Jahr erstattet werden, da die kumulierte Grenze auf 2.500 Euro steigt. Wer die Behandlung entsprechend plant, kann den Eigenanteil so auf null senken.

Beide Beispiele zeigen: Leistungsstaffeln in den ersten Versicherungsjahren begrenzen die Erstattung. Wer bereits weiß, dass ein Implantat ansteht, sollte die Wartezeit und Summenbegrenzung beim Tarifvergleich berücksichtigen. Alle hier genannten Tarife haben keine allgemeine Wartezeit, was den Zugang erleichtert.

Wer mehrere Zähne oder ein ganzes Gebiss mit Implantaten versorgen möchte, findet alle Optionen in unserem Ratgeber Was kostet ein komplettes Gebiss mit Implantaten? .

6. Fazit: Gesamtkosten kennen, klug absichern

Ein Zahnimplantat mit Krone kostet zwischen 1.500 und 3.900 Euro. Den größten Einfluss auf den Gesamtpreis hat das Kronenmaterial: Von der preisgünstigen Metallkeramik ab 500 Euro bis zur hochwertigen Zirkonoxid-Krone für bis zu 1.800 Euro reicht die Spanne.

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt einen Festzuschuss von 791 bis 989 Euro, abhängig vom Bonusheft. Der Eigenanteil liegt damit häufig über 1.000 Euro. Eine Zahnzusatzversicherung kann diesen Betrag auf unter 150 Euro oder sogar auf null senken, wenn Leistungsstaffel und Behandlungszeitpunkt zusammenpassen.

Lassen Sie sich einen detaillierten Heil- und Kostenplan erstellen und vergleichen Sie Tarife, bevor Sie sich für eine Behandlung entscheiden. Ein Tarifvergleich zeigt Ihnen, welche Versicherung Ihren Eigenanteil am wirksamsten reduziert.

7. Häufige Fragen

Ein Zahnimplantat mit Krone kostet in der Regel zwischen 1.500 und 3.900 Euro. Dieser Gesamtpreis setzt sich aus drei Komponenten zusammen: der Implantat-OP (800 bis 1.500 Euro), dem Abutment (200 bis 600 Euro) und der Krone (500 bis 1.800 Euro).

Die Spanne erklärt sich vor allem durch das Kronenmaterial. Eine einfache Metallkeramik-Krone kostet deutlich weniger als eine Zirkonoxid-Krone. Auch die Region und die Zahnarztpraxis beeinflussen den Preis. Ein Knochenaufbau, falls nötig, kommt mit 300 bis 1.300 Euro hinzu.

Lassen Sie sich vor der Behandlung einen Heil- und Kostenplan erstellen, der alle drei Komponenten einzeln auflistet. So sehen Sie auf einen Blick, wo die Kosten entstehen.

Ein Abutment kostet zwischen 200 und 600 Euro. Es ist das Verbindungsstück zwischen dem Implantatkörper im Kieferknochen und der sichtbaren Krone.

Die Preisspanne hängt davon ab, ob ein Standard-Abutment oder ein individuell gefertigtes Stück verwendet wird. Individuelle Abutments sind teurer, bieten aber eine bessere Passung und können das ästhetische Ergebnis verbessern, besonders im Frontzahnbereich. Im Seitenzahnbereich reicht häufig ein Standard-Abutment.

Fragen Sie Ihren Zahnarzt, welche Variante für Ihre Zahnposition sinnvoll ist, und lassen Sie sich die Kosten im Heil- und Kostenplan separat ausweisen.

Ja, die gesetzliche Krankenkasse zahlt einen Festzuschuss. Ohne Bonusheft beträgt er 791,34 Euro für eine Einzelzahnlücke, mit 10 Jahren lückenlosem Bonusheft steigt er auf 989,19 Euro.

Allerdings gilt ein Implantat als andersartige Versorgung. Die Kasse bezuschusst es so, als würde eine Brücke angefertigt. Die Differenz zwischen Festzuschuss und den höheren Implantat-Kosten tragen Sie selbst. Bei Gesamtkosten von 2.050 Euro und einem Festzuschuss von 791 Euro verbleibt ein Eigenanteil von rund 1.259 Euro.

Pflegen Sie Ihr Bonusheft konsequent, denn jeder Kontrolltermin beim Zahnarzt erhöht Ihren Zuschuss schrittweise.

Die beste Krone hängt von der Zahnposition und Ihrem Budget ab. Für Frontzähne empfehlen Zahnärzte häufig Vollkeramik (700 bis 1.400 Euro) oder Zirkonoxid (900 bis 1.800 Euro), weil diese Materialien natürlich aussehen.

Im Seitenzahnbereich ist Metallkeramik (500 bis 900 Euro) eine bewährte Wahl. Sie ist stabiler und preiswerter, aber weniger transparent als Vollkeramik. Zirkonoxid bietet die höchste Ästhetik und verfärbt sich kaum, kostet allerdings am meisten.

Besprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt, welches Material für die betroffene Stelle im Mund sinnvoll ist. Bei Seitenzähnen spart Metallkeramik Geld, ohne Einbußen bei der Funktion.

Eine Krone auf einem Implantat hält in der Regel 10 bis 15 Jahre. Der Implantatkörper selbst, also die Titanschraube im Kieferknochen, kann bei guter Mundhygiene praktisch unbegrenzt halten.

Die Lebensdauer der Krone hängt vom Material und der Pflege ab. Zirkonoxid und Vollkeramik sind widerstandsfähig, können aber durch Zähneknirschen oder mangelnde Pflege schneller verschleißen. Nach 10 bis 15 Jahren ist in der Regel nur die Krone zu erneuern, nicht das gesamte Implantat. Die Kosten für eine neue Krone liegen dann erneut bei 500 bis 1.800 Euro.

Lassen Sie Ihre Implantatkrone regelmäßig beim Zahnarzt kontrollieren und investieren Sie in gründliche Mundhygiene, um die Lebensdauer zu verlängern.

Ja, eine Zahnzusatzversicherung kann den Eigenanteil bei Implantaten erheblich senken. Bei einem Standardfall mit 1.259 Euro Eigenanteil reduziert ein 90-Prozent-Tarif diesen Betrag auf rund 126 Euro.

Entscheidend sind die Leistungsstaffeln in den ersten Versicherungsjahren. Viele Tarife begrenzen die Erstattung anfangs auf 1.000 bis 1.500 Euro pro Jahr. Wer eine aufwändige Versorgung mit Zirkon-Krone plant (Eigenanteil über 2.000 Euro), muss die Behandlung unter Umständen über zwei Versicherungsjahre verteilen. Die hier genannten Tarife haben keine allgemeine Wartezeit.

Vergleichen Sie Tarife gezielt nach Implantat-Leistungen und Summenbegrenzungen, bevor Sie sich festlegen. Ein Tarifvergleich hilft, den passenden Schutz zu finden.

Jetzt Tarife vergleichen